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Wohin mit meinem Testament?

Mai 2012

Die meisten Erblasser machen sich viele Gedanken über den Inhalt ihres Testaments. Wenig Aufmerksamkeit widmet man jedoch dem Thema, wie sichergestellt werden kann, dass einmal errichtete letztwillige Verfügungen auch tatsächlich beim Todesfall aufgefunden werden.

Bei handschriftlichen Testamenten gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, die die Abgabe bei bestimmten Stellen oder die Verwahrung durch das Nachlassgericht vorschreiben. Anders dagegen bei notariell beurkundeten Testamenten, die regelmäßig in amtliche Verwahrung zu nehmen sind und dann beim Todesfall auch ohne weiteres eröffnet werden können.

Während früher die amtlich verwahrten erbfolgerelevanten Unterlagen zumeist dezentral auf Karteikarten bei über 5.000 Geburtsstandesämtern bzw. dem Amtsgericht Berlin-Schöneberg erfasst waren, gibt es seit dem 01.01.2012 ein Zentrales Testamentsregister ZTR. Besagte Dokumente werden nunmehr automatisch von den Nachlassgerichten an dieses Register weitergeleitet und dort zentral erfasst.

Die Registrierung beim Zentralen Testamentsregister soll und kann die Erledigung von Erbauseinandersetzungen beschleunigen.

Es empfiehlt sich daher, auch handschriftliche letztwillige Verfügungen beim Nachlassgericht gegen eine geringe Gebühr in Verwahrung zu geben, damit Testamente nicht in Büchern oder Schubladen vergessen werden oder den falschen Personen in die Hände fallen.